Wie Sie erfolgreich einen Fachartikel veröffentlichen

Wie Sie erfolgreich einen Fachartikel veröffentlichen

Wie Sie erfolgreich einen Fachartikel veröffentlichen

23. September 2015 Praxismarketing 0

Durch die Veröffentlichung eines Fachartikels steigern und stärken Sie als Arzt Ihre Reputation. Einerseits, in dem Sie Kollegen ansprechen, Ihre Expertise und Ihren Erfahrungsschatz teilen und sich somit in Ihrem Feld positionieren. Andererseits nehmen auch Patienten und Interessenten eine solche Veröffentlichung sehr positiv wahr und rechnen ihr einen hohen Stellwert bei. Eine Erwähnung in der Fachpresse bringt somit Vorteile mit sich, die sich auf diversen Ebenen auszahlen können.

Doch: wie veröffentlichen Sie? An wen müssen Sie sich wenden? Wie läuft der Redaktionsprozess ab? Und die wichtigste Frage: hat ein bisher unveröffentlichter Arzt überhaupt Chancen auf eine Platzierung in einem Fachmagazin.

Eindeutig: Ja!

Fachmagazine sind immer auf der Suche nach neuen, innovativen Inhalten oder Fallbeispielen aus der Praxis. Sie als Experte haben da meist auch ein gutes Feeling dafür, was für Ihren Kollegenkreis interessant sein könnte.

Generell gibt es sowohl bei der Wahl des Themas als auch beim Verfassen des Artikels schon zu beachten, für welches Medium Sie sich mit Ihrem Werk bewerben wollen. Es gibt unterschiedliche Magazine, für die es ebenfalls unterschiedliche Bewerbungskriterien zu erfüllen gilt.

Es gibt beispielsweise Magazine, die zum Teil frei online zugänglich sind und so auch direkt von potentiellen und Bestandspatienten gelesen werden können. In der Regel gibt es hier eine Redaktion, die über die Relevanz des Themas entscheidet und eine Vorauswahl trifft. Reichen Sie Ihren Artikel dann ein, entscheiden medizinische Berater, ob er so veröffentlicht werden kann und auch vom fachlichen Standpunkt keine Unschlüssigkeiten vorhanden sind.

Anders sieht es bei sogenannten peer-reviews aus. Dort wird ein Artikel häufig über ein Online-Interface eingegeben, das neben dem verfassten Artikel auch ein Abstract und verwandte Suchbegriffe abfragt. Zusätzlich wird hier die Möglichkeit gegeben Bilder und Diagramme separat hochzuladen. Das Paket an Daten wird dann ohne Autorennamen an Gutachter aus dem Fachbereich versendet, die den Artikel auf Richtigkeit und Relevanz überprüfen. Anschließend geben sie ein ausführliches Feedback dazu ab und raten, was noch überarbeitet werden muss. Erst nach der Überarbeitung kann dann eine erneute Einreichung stattfinden, die dann wieder von denselben Gutachtern geprüft wird.

Ablauf und Veröffentlichung

Konzeption:

Bevor Sie etwas veröffentlichen, sollte Sie sich Gedanken darüber machen, worüber Sie schreiben wollen. Ist es relevant für Ihr Fachgebiet? Ist es interessant für Ihre Kollegen? Ist das Fallbeispiel, das Sie beschreiben wollen, besonders? Wodurch zeichnet es sich aus?

Für welches Magazin wollen Sie schreiben? Das entscheidet in erster Linie schon darüber, welchen Ton Sie für den Artikel verwenden wollen.

Recherche:

Wichtig – vor allem in den peer-reviews – ist die ausführliche Recherche zum medizinischen Hintergrund. Warum ist dieses Thema relevant für den Fachkreis? Wer hat bisher welche Ergebnisse veröffentlicht? Welche Methoden werden empfohlen? Die Fragestellungen variieren je nach Thematik des Artikels.

Wichtig hierbei: zitieren Sie andere Fachartikel, aber richtig! Legen Sie ein Literaturverzeichnis an und verweisen Sie im Fließtext auf Ihre Quellen. Unterschiedliche Magazine bevorzugen unterschiedliche Zitierweisen. Beachten Sie diese unbedingt, das kann schon ein Ausschlusskriterium sein.

Verfassen:

Es gibt unterschiedliche Themen, über die Sie schreiben können. Beispielsweise Fallbeispiele aus der Praxis (wichtig: auf Model Release achten, wenn Sie Bilder veröffentlichen wollen); eine Literatursammlung, die einen umfassenden Überblick über das Thema verschafft oder aber die Beschreibung einer neu entwickelten Technologie.

Einreichen:

Kontaktieren Sie das Magazin, in dem Sie gerne veröffentlicht werden wollen. In der Regel steht Ihnen das Redaktionsteam mit Rat zur Seite.

Überarbeitung:

Nehmen Sie sich die Kritik der Gutachter oder Redakteure und Berater zu Herzen. Der eigene Blickwinkel auf den Artikel unterscheidet sich oft von dem objektiven – manche Details, die Sie als behandelnder Arzt im Hinterkopf haben und die für Sie selbstverständlich sind, sind anderen nicht bekannt und könnten beispielsweise im Artikel fehlen.

Veröffentlichung:

Wenn alle Überarbeitungen abgeschlossen sind, einigen Sie sich mit der Redaktion über die Veröffentlichung. Sie bekommen vor der Erscheinung noch einmal eine sogenannte Druckfahne zugesandt, die Ihnen zeigt, wie der Artikel nach dem Layouten und Setzen im gedruckten Exemplar aussehen wird. Sie schauen noch einmal darüber und prüfen kritisch. Sobald Ihre Freigabe dann erteilt ist, kann der Druck pünktlich zum nächsten Erscheinungstermin losgehen.

Planen Sie für die Veröffentlichung eines Fachbeitrags Zeit ein. Es ist kein Vorhaben, dass Sie heute beginnen und in der nächsten Woche abschließen. Oftmals nimmt die Korrespondenz mehrere Wochen, unter Umständen sogar Monate in Anspruch.

About the author

Sarah Sassenhagen, B.Sc. Biol., B.A.: Content Managerin und wissenschaftliche Redakteurin bei Krings Kommunikation GmbH, einer Beratung für Klinik- und Praxismarketing mit Sitz im Münsterland.

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