Sieben Fehler, mit denen Sie Ihren Facebook-Auftritt killen

Sieben Fehler, mit denen Sie Ihren Facebook-Auftritt killen

30. Juni 2017 Praxismarketing 0

Facebook gehört für jeden Praxisauftritt zum Pflichtprogramm. Es gibt kein effektiveres Medium, um neue Patienten zu gewinnen und mit ihnen im Dialog zu bleiben. Wenn Sie diese sieben Fallstricke vermeiden, können Sie alle Chancen von Facebook für Ihren Praxiserfolg nutzen – insbesondere im Selbstzahlerbereich:

Fehler Nr. 1: Zu viel Distanz

Facebook bietet Ihnen die geniale Chance, sich potentiellen Patienten in Person vorzustellen. Sie können Sie online kennenlernen. Der Beginn eines vertrauensvollen Arzt-Patient-Verhältnisses kann hier bereits entstehen. Es liegt ein besonderer Zauber darin, seinen zukünftigen Arzt bereits auf Facebook kennenzulernen und mehr über ihn zu erfahren. Nutzen Sie diese Chance und überlassen Sie das Verfassen von Beiträgen, Antworten auf Kommentare und Nachrichten nicht nur Ihrem Praxisteam oder der Agentur. Schreiben Sie ruhig auch selbst und werden Sie anfassbar. Sie sollten keine Ferndiagnose stellen oder persönliche Fragen beantworten, die ein Gespräch benötigen – dafür gibt es Ihre Sprechstunde. Viele potentielle Patienten sind jedoch an einer allgemeinen Antwort auf ihre Frage interessiert, was für Sie als Spezialisten kein Problem darstellt.

Fehler Nr. 2: Zu wenig Distanz

Mit der Nähe zum Patienten kann man es auf Facebook jedoch auch übertreiben. Manche machen sich förmlich zum Hanswurst und verlieren so viel von ihrer Autorität. Niemand möchte einen Halbgott in Weiß, aber ein Arzt darf sich nie anbiedern, flapsig oder zu vertrauensvoll auf einer öffentlichen Facebook-Seite werden. Es kommt auf die richtige Mischung aus Nähe und Distanz an. So wie eben im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient in der Praxis auch. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich beraten. Sie können Ihre Beiträge zum Beispiel vorformulieren und von Ihrer Agentur redigieren lassen.

Fehler Nr. 3: Zu viel Fokus auf Behandlungsqualität

Fragt man Patienten, was ihnen während ihres Klinikaufenthalts besonders wichtig war, kommt an erster Stelle die Fürsorge. Erst an dritter die Behandlungsqualität. Dazwischen liegt die (gefühlte) Hygiene. Darum sollte auch Ihr Facebook-Auftritt durchtränkt sein von einer spürbaren Fürsorge für den Patienten und natürlich auch für die eigenen Mitarbeiter. Besonders Beiträge, die von einer Wertschätzung für das Praxisteam zeugen, führen beim Leser zu dem Rückschluss, dass in dieser Praxis auch gut für die Patienten gesorgt wird.

Fehler Nr. 4: Datenschutz-Panik

Die ärztliche Schweigepflicht und der Datenschutz verbieten Ihnen nicht, einen Facebook-Auftritt zu betreiben. Es gelten dieselben Regeln wie sonst auch. Lassen Sie sich nicht verunsichern und nutzen Sie das Medium unter Berücksichtigung der standesrechtlichen Regeln. Wenn Mitglieder des Praxisteams den Auftritt pflegen, sollten sie für entsprechende Fallstricke in Bezug auf Facebook sensibilisiert werden.

Fehler Nr. 5: Zu lange Antwortzeiten

Wer heutzutage einer Organisation eine Facebook-Nachricht sendet, erwartet noch am selben Tag eine Antwort. Facebook misst die Antwortzeiten und berücksichtigt diese bei der Bewertung Ihres Auftritts. Wer einen Facebook-Auftritt hat, muss auch bereits sein, flott zu antworten. Das zeugt von perfektem Praxismanagement und macht einen guten ersten Eindruck.

Fehler Nr. 6: Kein aktives Bewertungsmanagement

Patienten können Ihre Praxis auf Ihrem Facebook-Auftritt bewerten. Diese Bewertung nimmt auch einen recht prominenten Platz auf der Seite ein und fällt unmittelbar ins Auge. Daher ist es notwendig, dass Sie sich aktiv um die Bewertungen kümmern. Letztendlich kann sich keine Praxis auch nur eine einzige negative Bewertung erlauben. Bitten Sie daher Ihre zufriedenen Patienten aktiv um eine Bewertung auf Facebook. Sie müssen die zufriedene, womöglich schweigende, Mehrheit mobilisieren, damit die Stänkerer in der deutlichen Minderheit sind.
Sollte eine negative Bewertung auf Ihrer Seite sein, ignorieren Sie sie nicht, sondern erläutern Sie den Fall – natürlich auch hier nach standesrechtlichen Regeln.

Fehler Nr. 7: An der falschen Stelle sparen

Damit meinen wir die Fotos. Verwenden Sie keine Stock-Fotos aus Bilddatenbanken, sondern nur eigens für Ihre Praxis vom Profi geschossene Fotos. Meistens lässt man den nur einmal kommen. Wenn es darum geht nach der Eröffnung oder für einen Website-Relauch neue Fotos schießen zu lassen. Doch das ist ganz klar an der falschen Stelle gespart. Lassen Sie den Fotografen jedes Mal kommen, wenn es etwas Neues zu sehen gibt. Facebook ist ein ausgesprochen visuelles Medium. Menschen lieben es, Gesichter anzusehen. Ihre Patienten wollen also Ihr Team und Sie sehen. Bestellen Sie regelmäßig den Fotografen ein und versorgen Sie Ihre Patienten auf Facebook mit visuellen Schmankerln.

Fazit

Facebook ist neben Google Adwords der Schlüssel für ein schnelles Wachstum an Privatpatienten und Selbstzahlern. Doch Hand aufs Herz: Können Sie alle sieben Fallstricke mit Bordmitteln vermeiden? Wenn Sie Hilfe und Untersützung bei Ihrem Facebook-Auftritt benötigen, sprechen Sie mit Spezialisten für Klinik- und Praxismarketing.

 

 

About the author

Alexander Krings: Geschäftsführer der Krings Kommunikation GmbH, einer Beratung für Klinik- und Praxismarketing mit Sitz im Münsterland. Er ist seit über 10 Jahren im Gesundheitsmarketing tätig und bloggt unter www.klinik.marketing.

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